Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Gerhard Lein MdHB

Kulturausschuss

 

In der aktuellen 21. Wahlperiode bin ich erneut Vertreter für meine Fraktion im Kulturausschuss, in welchem ich auch schon in der letzten Wahlperiode mitgearbeitet habe.

Die kulturelle Vielfalt unser Stadt Hamburg, aber auch meines Wahlkreises 15 im Bezirk Bergedorf ist eine gewaltige Herausforderung für Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker.

Im Grunde müsste ich als Kulturpolitiker an jedem Abend in einer anderen Kultureinrichtungen auftauchen, mich schlau machen, Gespräche führen, Kontakte knüpfen. Das ist mit meinen sonstigen Verpflichtungen als Abgeordneter nicht zu vereinbaren. Leider, muss ich sagen, da es mir sehr viel Freude macht. Deshalb ist es guter Brauch in unserer Fraktion, dass unsere Abgeordneten neben ihrer wahlkreisbezogenen Arbeit Schwerpunkte setzen.

In der Museumsarbeit überschneiden sich meine Wahlkreisaufgaben mit denen der Landespolitik. Nachdem die Stiftung historischen Museen – nach der Kahlschlagaktion 2010 (geplante Schließung des Altonaer Museums durch die CDU) Anfang der Legislaturperiode ein neues Konzept entwickelt hatte, dabei das Helms Museum als selbständige Stiftung aus dem Verbund entließ und das Museum für Bergedorf und die Vierlande (MBV) gemeinsam mit dem Rieck Haus auf den Bezirk Bergedorf übertrug, entwickeln beide ihr neues Profil.

Unsere Bergedorfer Museumslandschaft entwickelt sich prächtig. Konflikte der Vergangenheit wurden Stück für Stück zügig abgearbeitet. Die zwei Standorte - drei, wenn man die Sternwarte hinzunimmt – kooperieren gut unter Leitung von Frau Dr. Riller. Wenn man eines lernen kann in der Kulturarbeit: Es ist immer langer Atem gefragt.

Mitglied bin ich im Freundeskreises des Museums der Arbeit, im Freundeskreis des Museum für Bergedorf und Vierlande (MBV) und der Gedenkstätte KZ-Neuengamme. Eine große Herausforderung wird die Gründung des Deutschen Hafenmuseums sein, für das aus der Bundeskasse 120 Mio Euro bereitgestellt wurden. Erstes auffälliges Zeichen ist die Rückkehr des Großseglers „Peking“ aus New York, wo sie vor sich hingammelte. Sie wird nach ihrer jetzt laufenden Seniereung ein Herzstück dieses neuen Museums sein. Das Konzept-Entwicklung dieses neuen Museums wird von uns Parlamentariern eng begleitet werden.

Jazz ist eine kleine Leidenschaft von mir. Weniger der traditionelle Dixieland- oder New-Orleans-Jazz für eine ganz bestimmte Szene. Mehr dem moderneren Jazz-Formen bin ich verbunden. Kontaktpflege zum Jazz-Büro Hamburg, zur Jazz Abteilung der Hochschule für Musik und Theater (HfMT), der an vielen neuen Spielorten aufsprießenden vielfältigen Jazzkultur, oder - ganz besonders – im Stage Club am S-Bahnhof Holstenstraße, wo die Jazz Federation Hamburg ihr neues Domizil fand. In diesem Klub bin ich auch Mitglied geworden. Die neue Linie der sogenannten Reihenförderung für all die Spielstätten, die sich mit einem speziellen Angebot eine Nische und öffentliche Zuschüsse erkämpfen, findet meine volle Unterstützung. Der Musikstadt-Fonds ist gut mit Geld gefüllt, Anträge gibt es reichlich, die Jury wählt jedes Jahr bewährte aber ganz neue Projekte zur Förderung aus. Dass dies nicht zu Lasen unter großen Festivals geht, die auch öffentliche Zuschüsse erhalten, freut mich besonders.

Und unsere Hamburger Sternwarte auf dem Bergedorfer Gojenberg wird Stück für Stück saniert, um auf dem Wege zum UNESCO-Weltkulturerbe in neuer Frische dazustehen. Das Besucherzentrum mit seinem Cafe Raum&Zeit ist jedenfalls schon ein Besuchermagnet.

 

 

Die Schöne

Die Elbphilharmonie ist am 11.01.2017 mit einem grandiosen Festakt und Konzert eröffnet worden!

Im November hatte ich schon die Gelegenheit, das Haus von oben bis unten kennenzulernen und ich freue mich sehr, dass ich zu den über 2000 Gästen gehöre, die dieses großartige Ereignis miterleben dürfen.

Hamburg erhält ein neues Wahrzeichen, das weit strahlen wird. Ganz besonders aber freut mich, dass (leider verspätet und damit kostentreibend) ein dritter, kleiner Konzertsaal im Souterrain eingebaut wurde, der zu den Räumlichkeiten des Klingenden Museums und der pädagogischen Abteilung gehört.

Hier werden parallel zahlreiche Schulklassen an Musikerleben und -machen an diesem wunderbaren Ort herangeführt. Das ist gut für die musikalische Zukunft der Stadt.